vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

02.07.2011

1

liebste mama,
gestern war ein schrecklicher tag. ich habe das buch "bevor ich sterbe" nochmal gelesen. es geht um ein 16-jähriges mädchen, welches an leukämie erkrankt ist und demnächst sterben wird. sie erstellt sich eine liste von dingen, die sie noch machen will. beispiele sind sex, drogen und autofahren. dann verliebt sie sich in den nachbarsjungen und, zweifelt immer wieder daran, ob es so gut ist, die liebe zuzulassen. am ende ging es bei mir ziemlich auf die psyche, weil ich mir immer vorgestellt hab, dass du auch so gedacht und gefühlt hast, als du im sterben lagst. 
wie war das wohl für dich? du wusstest, dass du in den nächsten drei tagen sterben wirst, du wusstest, dass du uns nie mehr sehen wirst. mein papa und ich waren krank und konnten die so nicht besuchen.. 
mama, ich vermisse dich. ich vermisse dich so unheimlich! ich will nicht in dieser "neuen familie" sein, ich will zu dir! papas neue freundin und deren familie ist okay. aber sie nervt mich extrem! ständig muss sie rumnörgeln, meine schwester und mich zur weißglut bringen und uns tyrannisieren.
"ich verstehe dich, hanna. wenn du mal mit deinem papa alleine reden willst ist das kein problem! hauptsache du redest über deine gefühle.", sagte sie mir mal ganz am anfang, als wir uns kaum kannten.. dann kam der tag, an dem ich mit papa über meine gefühle reden sollte, denn er sprach mich auf meine wunden am arm an. wir redeten, hörten uns zu. am abend kam dann dads freundin zu mir und sprach mich vor der ganzen familie auf die wunden an, die ich nun nicht mehr versteckte. "was hast du da, hanna?"- "alles schon mit papa geklärt." (die ganze familie spitzt die ohren.) - "ne, sag mal!" - "ähh, du bist nicht meine mutter! lass mich!" 
und? das zum thema "ich verstehe dich." wenn sie mich wirklich verstanden hätte, hätte sie mich alleine angesprochen und hätte nicht nachgebohrt, obwohl ich bereits gesagt hab das ich das alles schon mit meinem dad besprochen hab. 
und mama, ich vermisse alles an dir. alles, alles, alles, alles, alles!
bald erzähle ich dir mehr, jetzt muss ich erstmal weg.
ich liebe dich!
deine tochter  
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

auch hier möchte ich nochmal dran erinnern: alle texte,bilder und videos, die von mir sind, stehen unter meinem copyright und dürfen ohne ausdrückliche zustimmung meinerseits nicht weiterverwendet werden!
ich liebe euch