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06.07.2011

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mama
ich zittere am ganzen körper, mir ist kalt und warm zugleich. ich schleiche die treppe runter, dad sitzt im wohnzimmer und hört mich nicht. weiter, weiter! im keller angekommen schnappe ich mir einen karton und packe schnell zwei flaschen ein. hmm. "nein, tu sie wieder zurück!", streite ich mich mit mir selbst und erschrecke mich vor meinem schatten. egal, egal, alles egal. ich renn die treppen hoch, oben angekommen hole ich die flaschen herraus und betrachte sie. veltins, hm, mag ich eigentlich nicht. aber schön groß sind sie, immerhin 0,5liter pro flasche. aufeinmal erstarre ich. was mache ich da eigentlich? will ich mein leben zerstören? egal, egal, alles egal. mit zitternden knien suche ich nach dem flaschenöffner, den mein kumpel vor ein paar wochen hier liegen gelassen hat. ich hätte nie anfangen solllen mit dem alkohol. egal, egal, alles egal. 
endlich hab ich ihn gefunden, ich mache das fenster auf, setze mich auf die fensterbank und fische mir eine flasche aus dem karton. unten läuft eine gruppe von engländern lang, sie unterhalten sich lautstark. eigentlich kommt niemand frewillig in dieses dorf. egal, egal, alles egal.
das zischen des bieres als ich es öffne löst bei mir ein kleines glücksgefühl aus. ich bekomme gänsehaut und blicke über unser kleines dorf, sehe ein paar jungs fußball spielen und einen mann der grade nach hause kommt. vielleicht setzt er sich aufs sofa und trinkt ein bier oder seine frau wartet schon mit dem abendessen auf dem tisch. aber eigentlich kann mir das ja egal sein. alles egal.
in zeitlupe führe ich die flasche zu meinem mund, nehme einen großen schluck. es ist sehr süß, ich verziehe angeekelt das gesicht. ich hasse veltins. egal, egal, alles egal. das fliegennetz, dass über mein fenster gespannt ist macht mich aggressiv. es soll da weg, aber sofort. ich fühle mich wie in einem gefängnis, eingeengt und verraten. noch ein schluck, langsam schmeckts besser. gleich noch ein schluck hinterher.
ich beobachte die engländer, lachend rennen sie die straße hoch und runter. früher war ich um die zeit draußen, habe mit den jungs fußball gespielt oder mit ihnen einfach nur geredet. heute ist das nicht mehr so, alles hat sich so verändert. 
noch drei schlucke und schon ist die flasche leer. die nächste. das zittern in meinen knien wird weniger, ich schaue mich im zimmer um. alles voller klamotten und anderen sachen. früher war ich ordentlich, heute nicht. egal, egal, alles egal.
ein halbes bier später vermisse ich ganz plötzlich mein das messer. ich suche es, finde es schließlich unter meinem bett und betrachte es. ganz langsam fahre ich mit meinen fingern über die klinge und nehme dabei noch einen kräftigen schluck bier. ich spüre langsam die wirkung des alks und klammere mich ängstlich an das messer fest. nein, leg es weg! schießt es mir durch den kopf. egal, egal, alles egal. und ich setze an, ja ich tu es. 3, 2, 1.. nein, ich mach es nicht. ich schaff es! wütend werfe ich das messer weg und schreie es an. ich bin froh, dass ich es geschafft habe und belohne mich mit dem rest des bieres. 1 liter und schon besoffen, das geht doch nicht, sage ich mir. naja nichts gegessen.. ich will aufstehen und falle erstmal um. am boden schimpfe ich mit mir selbst, schlage auf den boden ein. aber egal, egal, alles egal.
ich rede mit dem laminat, meine katze kommt besorgt auf mich zu und kuschelt sich an mich. "HAU AB!", schreie ich sie an und sie läuft ängstlich weg. fuck, das wollte ich nicht. egal. ich denke an v. er hasst es, wenn ich trinke. egal. merkt er sowieso nicht.
scheiß leben, jawohl!

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