vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

12.08.2011

letzter ferientag. wir wollen uns treffen, 12 uhr bei der bushaltestelle. vincent und ich. endlich wieder. nachts. ich warte, bis dad & seine freundin schlafen, ziehe mir meine klamotten wieder über, glätte meine haare nochmal schnell nach und ziehe den eyeliner nach, dann schleiche ich die treppe runter und halte vor einem bild von dir und mir an. wir beide lachen fröhlich und überglücklich in die kamera. mutter und tochter, tochter und mutter. ich überlege kurz wo es war, dann fällt es mir wieder ein. in dänemark auf einem leuchtturm, damals war ich noch kleiner und sorgenlos. ich gehe die treppe weiter hinunter, ohne den anderen bildern eines blickes zu würdigen, schließlich muss ich zu vincent, will zu vincent. ich ziehe mir meine neuen schuhe an und gehe ins wohnzimmer, öffne die terassentür, schleiche hinaus und schließe sie hinter mir, sodass ich nur gegendrücken muss damit sie wieder aufgeht. fröstelnd gehe ich die menschenleere straße endlang, es ist schon gruselig, obwohl es nur 100meter bis zur bushaltestelle sind. meine schritte beschleunigen sich, ich schließe kurz meine augen, atme tief durch und schon bin ich am ziel angekommen. niemand ist zu sehen. enttäuscht  lasse ich mich auf die alte holzbank fallen und seufze tief. 'mama, bitte mach, dass er noch auftaucht', denke ich und suche mein handy. na super, zu hause vergessen. dann sehe ich ihn. er läuft auf mich zu, in den letzten metern fängt er an zu sprinten. ich stehe auf und spüre, wie mein herz sich überschlägt. da ist er. völlig außer atem bleibt er vor mir stehen, stützt sich an einer kaputten laterne. herzklopfen. mein mund wird trocken. scheiße. ich kann meine augen nicht von seinem gesicht abwenden, auch er starrt mich an, bis er schließlich wieder luft bekommt und näher an mich rantritt. "der bus kommt um diese uhrzeit nicht, hab ich ganz verpennt. deswegen bin ich gerannt, tut mir leid das ich zu spät bin..", flüstert er. ich lache, er lacht. 5kilometer sind es locker von meinem dorf zu seinem. wie süß. wir umarmen uns, gehen die straße endlang. reden über alles mögliche. lachen. halten an, gehen weiter. ich zeige ihm die häuser und erzähle die geschichten dazu, bis er plötzlich anhält. ich bleibe auch stehen, drehe mich zu ihm um. unsere blicke verhaken sich ineinander. er schreitet auf mich zu, fängt stockend an zu reden. "du hast mich verzaubert. dein charakter, deine augen, deine stimme, deine haare. du bist.. ", er unterbricht sich und unsere köpfe nähern sich. er nimmt mich an die hand und wir schlendern weiter in die nacht hinein. "das mit deiner mutter tut mir unendlich leid, mary. ich will nicht in deiner haut stecken. ich bewundere dich, wie stark du bist, wie fröhlich du bist." bei diesen sätzen schaut er mir nicht in die augen. ich schlucke. von wegen stark. aufeinmal befinden wir uns im wald. vor einem baum halten wir an, der mond scheint durch die blätter und äste auf uns. "um meinen satz zu beenden..", unterbricht er die stille. "du bist bezaubernd! deine art, alles einfach. du siehst nicht aus, als wärst du dreizehn, benimmst dich nicht so. das mag ich an dir." ich lächle, lege meine arme auf seine schultern und flüstere: "du doch viel mehr, vincent." wir küssen uns wieder und die zeit vergeht, wir reden. erzählen geschichten, küssen uns. als er mich früh morgens, es dämmert bereits, nach hause bringt, sagt er: "es hat sich gelohnt, hier her zu laufen." dann lächelt er und verschwindet.
alle kursiv gedruckten teile hab ich mir dazu geträumt, der rest ist wahr. name geändert. wir haben uns nicht nachts getroffen. abends.

1 Kommentar:

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ich liebe euch