vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

15.09.2011

 teil eins
wochenlang, monatelang haben wir hart trainiert und uns bei jeder trainingseinheit ziemlich angestrengt. nun ist es endlich so weit, mein wecker klingelt. verschlafen stehe ich auf. viel zu früh an einem sonntag, wie ich genervt denke. doch dann werde ich ruckartig wach, denn mir fällt plötzlich ein, weshalb ich so früh aufgewacht bin: das spiel! ich werde vincent wiedersehen! schnell springe ich unter die dusche, um die restliche müdigkeit abzuschütteln. heute werde ich gegen ihn antreten. vince. ich hoffe, dass das tägliche training sich endlich etwas bringt. verlieren werden wir bestimmt, schließlich seit ihr die dritt beste mannschaft in ganz niedersachsen und wir sind sozusagen eine spaß-mannschaft. ich föhne mir die haare, schminke mich ordentlich, ziehe mr meine trainingshose und ein schlichtes top an. während ich unten für meinen dad und meine schwester frühstück mache, glätte ich mir die haare. schließlich möchte ich für ihn gut aussehen. für vincent. meinen vincent. nach dem essen packe ich schnell meine trainingssachen ein und radle mit dad und meiner schwester zusammen  zum sportplatz. die beiden wollen zuschauen. sie suchen sich einen schönen platz im schatten und ich laufe zu jeannie und den anderen und begrüße sie. von vincents mannschaft ist nichts zu sehen, jeannie meint, dass sie noch nicht angekommen sind. mein trainer kommt an und schickt uns sofort weiter in eine der zehn kleinen, mufflig riechenden sammelumkleidekabinen. schnell ziehen wir uns um, stecken unsere haare hoch und schminken uns nochmal nach. ich zittere so heftig, dass ich meinen liedstrich komplett versaue. fuck. danach kommt mein trainer wieder vorbei und wir besprechen zum zigtausensten mal die aufstellung und die tricks. mitten in seiner rede hören wir auf den gang tiefe jungsstimmen. mein trainer schaut nach. "oh, die jungs sind da. los, zackig, in 10minuten draußen auf dem platz!" mein herz klopft. nein. es hämmert. ich werde rot. jeannie grinst mich schief an. "du schaffst das!" flüstert sie und küsst mich kurz. dann versuche ich mich, auf das spiel zu konzentrieren. ich bin mittelverteidigerin und muss deshalb ziemlich gut auf den mittelstürmer aufpassen. "hoffentlich ist das nicht wieder son riese!" murmle ich und erinner mich an mein letztes spiel gegen die u18. das war der horror. egal, positiv denken. die zehn minuten sind anscheinend schon vorbei, denn im nächsten augenblick sehe ich mich den gang langlaufen. wir stellen unser trinken in den schatten und laufen uns ein. "und? siehst du ihn?" holt mich jeannie aus meinen tagträumen heraus. ich kneife die augen zusammen und blicke enttäuscht auf die gruppe von jungen. vincent ist nicht zu sehen. egal, das spiel ist erstmal wichtiger. es bewölkt sich plötzlich ziemlich schlagartig und wenige sekunden später fängt es an wie aus eimern zu gießen. wir rennen in unsere kabinen und packen heimlich eine packung kekse aus, essen ist vor fußballspielen strengstens verboten. uns doch egal. wir quatschen vor uns hin, sodass wir es kaum bemerken, als die tür klopft. beim zweiten mal hört jeannie es dann doch und macht, nachdem wir die kekse aufgeregt verstaut haben, die tür einen spalt weit auf. "mary? kommst du mal kurz? besuch für dich!" ruft jeannie und zwinkert mir zu. ich schaue sie fragend an und mein magen krümmt sich augenblicklich zusammen. dass ist doch nicht.. ich flitze mit hochrotem kopf durch die tür. doch, das ist er. vincent. es ist sehr dunkel, ich erkenne anfangs nur grobe umrisse von ihm. aus der kabine hört man die mädchen kichern. er nimmt wortlos meine hand und zieht mich zur hintertür hinaus. wir stehen draußen unter einem carport. "na, schon aufgeregt?" fragt er aufgesetzt cool. ohne auf eine antwort zu warten, redest du weiter und schaust mich dabei mit deinem gekonntem hundeblick an. der regen prasselt auf das dach. "ich hab nicht viel zeit, wenn mein trainer merkt, dass ich fehle, bin ich dran." nuschelt er. es donnert. oder war das mein herz? ich weiß es nicht. "dito, schön, dich gesehen zu haben!" grinse ich und er umarmt mich, ich rieche an ihm. hmm, so männlich. es blitzt. wir gehen wieder in unsere kabinen und der regen hört langsam auf. unser trainer kommt rein und klärt uns über die anderen spielbedingungen auf, wir nehmen seine rede halb zur kenntnis, rennen auf den platz und laufen uns wieder neu ein, dehnen uns. alles vergeht wie im flug, weil ich dich dabei beobachten kann.

teil zwei folgt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

auch hier möchte ich nochmal dran erinnern: alle texte,bilder und videos, die von mir sind, stehen unter meinem copyright und dürfen ohne ausdrückliche zustimmung meinerseits nicht weiterverwendet werden!
ich liebe euch