vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

30.10.2011


danke tabata. meine lieblingsfächer sind religion und deutsch (1), ich wohne in niedersachsen (2), liebe alte fotos und alte bücher (3), verstehe mich oft mit jungen besser als mit mädchen (4), habe eine schwester und drei stiefschwestern (5), nur eine stiefschwester wohnt hier bei mir (6), in letzter zeit nah am wasser gebaut (7).

ich sitze im bus, weiß nicht, was mich erwartet. musik dröhnt in meinen ohren, ich checke mit hilfe meines handys mein make-up. bah, seh ich scheiße aus. rudolfsplatz! ertönt eine frauenstimme aus den lautsprechern über mir. langsam stehe ich auf, versuche niemanden im bus anzusehen. alle starren sie mich an. zumindest bilde ich mir das ein. weil ich so hässlich bin, weil ich so fett bin, weil ich nicht in diese welt passe. der bus hält, ich steige aus, atme frische luft ein. noch cirka 200meter und ich bin da, bei henne und sabrina und deren freunde, bei ihrem kleinen sohn max. er wird heute getauft und ich soll die taufpatin werden, aber das weiß ich zu dem zeitpunkt noch nicht. ich stehe vor einem großen haus, klingle. renne die treppen hinauf und frage mich, wie viele leute wohl schon da sein werden. alle taufpaten sollen da sein. keine ahnung, wie viele das sind. henne öffnet mir die tür, begrüßt mich herzlich. ich lächle. wie alt ist er nochmal? keine ahnung. irgendwas mit 20. früher, als ich 8 oder so war, stand ich auf ihn. man ist das lange her. sabrina kommt auf mich zu, umarmt mich, beide freuen sich anscheinend, dass ich da bin. komischerweise ist es relativ ruhig in der wohnung, klingt nicht so, als wären viele leute da. die küchentür öffnet sich, ein junge kommt mit max auf dem arm raus. oder ist es eher ein mann? egal, junger mann. gibt mir die hand, stellt sich vor. "hi, ich bin felix." sabrina meint, dass wir uns noch von früher kennen. keine ahnung, der typ scheint nett zu sein. er ist nicht besonders hübsch, aber trotzdem zieht er mich irgendwie an. zehn minuten später sitze ich mit max auf dem schoß und ner flasche mit babymilch in der hand in einem schaukelstuhl und gebe ihm zu trinken. wie süß er ist. ich streiche über seine stirn, seine winzigen fingerchen und seine noch winzigeren fingernägel. genau sieben monate ist der kleine alt. eine träne kullert über meine wangen. "weißt du, max, als ich erfahren hab, dass deine mama schwanger ist, ist ein paar tage später meine eigene mum gestorben. weißt du, sie ist weg und du bist da. ein mensch geht, ein anderer kommt. so ist. das", flüstere ich ihm zu. er hört auf zu nuckeln, schläft ein. ich beobachte ihn, spüre seinen atem, wecke ihn auf, damit er noch kurz ein bäuerchen macht. sabrina kommt rein, grinst, fragt mich, ob ich überfordert bin. aber das bin ich nicht. ich liebe dieses baby. und ich bin so glücklich, dass ich seine patentante sein darf. plötzlich kommen viele leute herein und eine stunde später stehe ich in der kirche und halte marc über das taufbecken. und immer wieder sehe ich diesen jungen, felix.

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