vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

17.11.2011

ich gehe vor dem großem eisentor lang, mein hals tut weh, meine lippen brennen. mein dad nimmt meine hand, ich will nicht. vor dem tor stehen zwei ältere menschen, dads eltern, mit denen wir schon jahrelang verstritten sind. ich schlucke. die beiden drehen sich unendschlossen weg und gehen. wir gehen durch das tor. tränen schießen mir aus den augen. hunderte leute stehen überall auf dem friedhof, drehen sich zu uns um, hören auf zu reden. ich bleibe stehen, sehe nichts mehr, kann nciht mehr. sacke auf die knie. "mary, steh auf!", fordert mich leon auf. ich stelle mich hin, er stützt mich. ich küsse ihn. ich sehe nichts mehr, alles tut weh. tausende bekannte kommen auf mich zu, umarmen mich. ich bin wie in trance, will nur noch weg. irgendjemand sagt mir, dass ich zu meiner familie gehen soll und schubst mich hin. 'welche familie?', will ich schreien, doch es geht nicht. nichts geht mehr. mein dad nimmt wieder meine hand. diesmal ist es okay. er führt uns in einen raum mit vielen bänken. mein lieblingspfarrer paul umarmt mich, ich setze mich neben meinen vater an den rand ganz vorne. ich schließe die augen, will den sarg nicht sehen, will diese vielen leute nicht sehen. "es sind viele gekommen um deine mama zu verabschieden", flüstert dad mir zu "bestimmt dreihundert. hoffentlich passen die hier alle rein." warum kommen hier so viele? das  ist ja unser halbes dorf. ich öffne die augen, sehe ihn. den sarg. weiß ist er. schneeweiß. ich find ihn hübsch. sie liegt darin. meine mama. mutter. mum. paul lässt die anderen rein, hundert leute müssen draußen warten. er fängt an zu reden. ich versuche zuzuhören, tränen kulllern mir übers gesicht. ich sehe mich um, will leon finden. ich seh ihn nicht. ich hör von überall gewimmer, schaue in lauter bekannte und unbekannte gesichter. "guck mal, da", flüstert mein dad mir zu und zeigt auf die große tür hinter uns. dort stehen jeannie und amy. rote nasen, rote augen. ich muss lächeln. das hätte ich nicht gedacht. ich habe sie noch nie weinen gesehen. plötzlich wird es leise. alle gehen nacheinander nach vorne und legen einen blumenstrauß neben den sarg, putzen sich die nase. als letztes sind wir dran. ich weiß nicht, was passiert. paul meint, dass wir rausgehen sollen und die männer mit den sarg hinter uns hergehen würden. wir gehen los, die menschen haben eine große schleise gemacht, schauen uns an. freunde von früher. alte menschen, junge menschen, kinder. alle stehen sie da.
und dann weiß ich nichts mehr..
nurnoch an das caffee trinken danach.

Kommentare:

  1. du hast da so schön geschrieben, ich hab mich selbst an eine beerdigung erinnert und musste weinen..
    xx

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