vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

01.11.2011


ich möchte mich bedanken. bedanken bei allen, die mir in letzter zeit kraft geben. sei es durch kommentare oder durch liebe mails. ich hab euch unendlich lieb. für die, die mir täglich zeigen, dass ich noch etwas wert bin. die mir sagen, wie stark ich bin. die mich am leben halten. ganz besonderer dank geht an athena. wir schaffen das. danke an meine über 130 leser, meine herzblätter. ohne euer liebes feedback hätte ich meinen blog schon lange gelöscht. ich danke euch allen für eure gedult und ich möchte mich auch dafür entschuldigen, dass ich nicht auf jede mail und auf jedes kommentar antworte, da mir manchmal die kraft und der mut fehlt.

ich leine meine ältere hündin ambra an, gehe raus und schließe die tür. atme die frische luft ein, schaue in den himmel. 18 uhr und schon sind sterne am himmel. ein fuß setzt sich vor den anderen. ich gehe, gehe, gehe. vergrabe mein gesicht in meinem schal, die hände in den taschen meines mantels. es ist nicht kalt, aber ich zittere trotzdem. ich habe keine lust auf das abendessen. immer, wirklich immer, sitze ich da und will nurnoch weg. petra regt mich sowas von auf. sie lästert ständig über andere, zickt meine schwester, ihre tochter und mich an und ah. ich gehe an häusern vorbei, häusern mit menschen, die ich kenne. erinnerungen. viele dieser menschen kamen vor knapp einem jahr zu deiner beerdigung, mum. 300 leute. fucking 300. die leute haben alle garnicht in den raum gepasst, wo mein geliebter pfarrer diese rede gehalten hat und somit mussten sie draußen warten. als ich damals die menschen gesehen habe, tiefe augenringe und rote augen, habe ich es nicht mehr ausgehalten. ich konnte nicht mehr sehen, nichts. habe nichts mehr gespürt, nurnoch den verdammten kloß in meinem hals. habe nichts mehr gesehen. tausende leute haben mich umarmt, aber ich hab es nicht mitbekommen, hab auf den boden gestarrt und wollte nicht mehr. konnte nicht mehr. meine halbe klasse stand da, freunde von früher, freundinnen und ehemalige mitschülerinnen von dir. meine schritte beschleunigen sich, ich starre auf den boden, tränen laufen in strömen über mein gesicht. in der schule bin ich auch nur am abkacken. ich werde das alles nicht schaffen. aber ich muss positiv denken, ich muss das schaffen. ich werde von autos geblendet, realisiere dies nicht. verdammte scheiße. scheiße. überall in mir kribbelt es, ich werde agressiv und trete gegen eine straßenlaterne. mir geht es besser, als mich der schmerz auffrisst. es tut gut. plötzlich befinde ich mich auf dem weg zu dem spielplatz im dorf, hier war ich früher so oft. ich gehe direkt auf eine bushaltestelle zu. kein mensch ist zu sehen, keine laterne. nur neben der haltestelle. es ist eine besondere haltestelle. hier habe ich mich mit so vielen jungs getroffen. unter dem kleinen häusschen habe ich meinen ersten kuss bekommen, dort hab ich das erste mal vince gesehen, hab andere getroffen. so viel. das ganze dorf, die ganze stadt ist voller erinnerungen.

Kommentare:

  1. ich bin mir sicher, deine mum ist stolz auf dich. mehr als das.

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  2. du bist nicht nur etwas wert, du bist sehr viel wert! gib dich nicht auf!
    und ich stimme athena zu, sie ist bestimmt stolz auf dich!♥

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  3. wie du über die Beerdigung geschrieben hast, wow. ♥

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ich liebe euch