vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

24.11.2011

"mary, kommst du? wenn der fernseher läuft kannst du auch essen!", ruft mich mein vater. ich stöhne auf. mein kopf hämmert, meine schläfen pochern, weiße flecken vor den augen, finger kribbeln. mir wird schwindelig. langsam steige ich die treppe hinab, taste mich voran. "na, soll ich dich runtertragen?", fragt er mich ironisch. er hat urlaub. grr. "papa, mir gehts wirklich schlecht", versuche ich es nochmal. "dann mach den fernseher aus!" - "ich schau doch garnicht, ich höre nur, damit ich mich nicht so allein fühle..", versuche ich es ihm zu erklären. mir ist kotzübel. "iss was", meint petra. niemand nimmt mich hier ernst. mein ohr piept. ich zucke zusammen. "als deine mutter mal migräne hatte lag sie tagelang im zimmer und hat auch keinen fernseher laufen lassen", fängt mein vater wieder an. eine träne läuft mir über die wange. ich muss stark bleiben, kralle meine fingernägel unterm tisch in meine oberschenkel. "heul doch", meint petra und ich renne die treppe hoch, sehe nichts, spüre nichts, weine nur. schlage gegen die wand, schreie, kratze meine arme auf, beiße meine lippen kaputt. "räum dein zimmer auf, hier siehts ja aus wie in ner schlampenhöhle!" ups, mein dad ist hier. ich beachte ihn nicht. er geht wieder raus. minuten später liege ich ruhig in der ecke. meine schläfen pochen, finger kribbeln, weiße  flecken vor den augen, kopf hämmert. meine arme sind rot, meine lippen bluten, die tapete hat risse von meinem fingernägeln abgekommen. und ich fange wieder an mit dir zu reden. "mama, du hast mich immer verstanden, du wusstest, wie es mir geht und was ich fühle. du hast mir immer das gefühl gegeben, nicht allein zu sein. ich will zu dir, ich muss zu dir. hol mich." ohne zu überlegen suche ich in der ganzen unordnung einen schal. wickle ihn um meinen hals. "ich kann nicht mehr." und ziehe fest zu.

Kommentare:

  1. oh no, keep going! du schaffst das

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  2. DONT GIVE UP !
    never give up
    it just shows weekness <3
    be strong love

    Ritalin

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  3. ouh man , bleib stark , es ist immer schwer , an so was errinert zu werden. und lass worte wie "heul doch" nicht zu sehr an dich ran , vorallem nicht , wenn es dir so geht und die person , keine ahnung von dir hat.

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  4. ein Blogaward von mir :)
    http://lifeisntlikealollipop.blogspot.com/2011/11/nachster-blogaward.html

    bleib stark!

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  5. wow
    der text ist wirklich gut geschrieben
    ich kenne das zu gut..
    aus erfahrungen..
    halte bitte durch, du schaffst das.
    das weiß nicht nur ich!
    Ganz liebe Grüße!:*

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  6. gut, dein blog o;

    gegenseitiges verfolgen? c:
    http://bin-was-ich-bin.blogspot.com/

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  7. Du hast wunderschöne Texte. Ich weiß so ungefähr wie es Dir geht, natürlich weiß das zwar niemand genau aber ich kenn diesen Mist nur zu gut. Wenn Deine Stiefpennerin nochmal: 'Heul Doch' sagt, sag ihr einfach: 'Wenn ich dich sehe kann ich auch nichts Anderes.' Versuch einfach stark zu bleiben. Du darfst nicht aufgeben, du bist nicht allein, hör dir mal: http://www.youtube.com/watch?v=sLLTP20ne6A dann weißt Du was ich meine. ♥

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ich liebe euch