vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

21.02.2012


edit 2013: hier war ein video vorhanden. ich habe es gelöscht, da ich anonym bleiben möchte. i'm sorry.

ich hab euch lieb.

19.02.2012

bitte das zuerst lesen. ich sitze mit max auf dem boden und spiele mit ihm, als es klingelt. "oh, das muss felix sein!" mir war nicht bewusst, dass er auch mitkommt.. fuck. dann hätt ich mich anders angezogen, verdammt nochmal. egal. er tritt ein, grinst mich an. wie süß er ist. sagt mir hallo, redet dann aber mit sabrina und henne. "wann wollen wir denn los?", fragt er in die runde. "also wenn du willst kannst du mit mary zusammen max anziehen und dann können wir losgehen, die anderen warten sicher schon beim umzug", erwidert sabrina. heute ist fasching, also zumindest der umzug. ich war noch nie dort, max zuliebe mach ichs jetzt zum ersten mal. als felix und ich ihn anziehen wollen, strampelt er die ganze zeit rum und wir lachen. oh gott, wie rein sein lachen ist, wie schön. ich weiß immernoch nicht, wie alt er ist. er muss mitte 20 sein, schließlich hat er ne eigene wohnung und ist ungefähr so alt wie sabrina. er schiebt seinen pulli hoch. narben. narben. narben. wunderschöne narben. oh gott, warum? warum tut er das? obwohl.. diese narben sehen älter aus. sie sind verblichen, aber die krater in der haut sind geblieben. am liebsten möchte ich jetzt meine ärmel hochziehen und meine hose runterlassen um ihm meine sprüche, zeichen und ja, normale narben zu zeigen. ich will ihn ansehen. endlich ist max angezogen und wir beide klatschen ein. er sieht zu mir auf, ich helfe ihm hoch. seine augen sind voller trauer, aber sie wirken gleichzeitig auch lebendig und klar. hastig zieht er seinen pulli hoch. eine schönheit ist er wirklich nicht, nein. aber ich stehe verdammt nochmal auf solche jungen, auf jungen, die selbstzweifel haben, die nicht zu schätzen wissen, was sie sind. groß ist er, verdammt groß. bestimmt über 1,95. und klapperdürr. das find ich eigentlich nicht so toll, aber hey, egal. wir ziehen los, es ist kalt und felix zieht mich immer wieder damit auf, dass ich viel zu dünn angezogen bin. im schlepptau haben wir tausende kurze, auch bier und wein. mir ist klar, dass ich in gegenwart von henne sowieso nichts trinken darf. schade. als wir dann allerdings bei den freunden der drei ankommen, ändert sich alles ganz schnell. es ist plötzlich egal, ob ich 14 oder 24 bin und ich halte meinen ersten jägermeister in der hand. "prost sachta", felix haut mir auf die schulter und will anstoßen. "stopp.. in die augen schauen.." er lacht, schaut mir in die augen. ein kurzer, wundervoller moment, in dem moment will ich ihn einfach nurnoch küssen.. aber okay, ich lass es lieber. wir stoßen an und schütten uns das zeug runter, ahh. "du bist aber auch nicht auf den mund gefallen oder? naja, wenigstens haben wir jetzt keinen schlechten sex." ohoh. okay. hm. er lacht. schaut mir in die augen, macht sich ne kippe an. ohh ich wil auch.. aber soll ich es machen? egal, ich tus. mein feuerzeug ist leer, ich fluche. "bist du ne schlampe?", fragt er mich. "nö, aber feuer kannst du mir trotzdem geben."  "gut, deshalb hab ich gefragt. ich mag dich. du bist anders" , meint er und beugt sich vor, um mir feuer zu geben. sein gesicht komtm dabei mit, was leicht unlogisch und nicht notwendig ist, aber mir gefällt es. wir unterhalten uns über zigaretten und alkohol, dabei schauen wir uns durchgängig in die augen. "ist dir nicht kalt?", fragt er irgendwann. "hm nö", antworte ich und stelle mich gespielt zitternd näher an ihn ran.  er lacht. die nächsten zwei schnäpse, drei große schluck colawodka von felix. das zeug schmeckt wie kotze, aber hey, es hilft. ich kann nicht mehr grade stehen, mittlerweile singen und tanzen alle, max schläft. felix tippt mich immer wieder an, spricht mich an, schenkt mir süßigkeiten, wobei er genaustens darauf achtet, dass nichts tierisches drinnen ist. wir tanzen unaufällig zusammen, lachen. ich bin vorlaut, sage meine meinung. eine frau kommt auf uns zu, es ist die tante von sabrina. sie sagt allen hallo und meint zu mir "wow, dein freund ist aber ein großer.. musst ihm mal ein bisschen mehr essen geben, damit er zunimmt!" erst checke ich garnichts, doch dann versuche ich ihr panisch zu erklären, dass felix nicht mein freund ist. hallo, er ist bestimmt 10 jahre älter als ich. felix lacht sich kaputt, als ich es aufgebe. sie will nicht verstehen, dass ich nicht mit ihm zusammen bin und auch nichts läuft. "also mir gefällt die vorstellung, dass du meine freundin bist. hey henne, schau mal, das ist meine neue freundin!" henne guckt schief, lacht dann aber mit.wir nehmen uns noch einen kurzen, diesmal muss mich felix ermahnen, mir in die augen zu schauen. ich spüre meine füße nicht mehr, so kalt und durchnässt sind sie. er gibt mir seine handschuhe und wir rauchen, als es plötzlich anfängt zu schneien. dicke, fette schneeflocken fallen vom himmel und felix und ich sind die einzigen, die daran spaß haben. eine stunde später und einen kurzen mehr intus machen wir uns auf den nachhauseweg, ich kann mit sehr viel anstrengung noch grade laufen und normal sprechen, aber treppen laufen ist dann noch zu viel. kurzerhand schlägt felix vor, mich hochzutragen, aber das will ich dann doch nicht. ich laufe die treppen hoch, ganz langsam. oben angekommen kuscheln wir uns alle erstmal in decken. "schläfst du heute bei den beiden?", fragt mich felix interessiert. er haut sich gegen den kopf "achjaaa du hast ja bestimmt schule, hm? arme mary." ich nicke dezent und wir schlürfen unseren tee, max sitzt singend zwischen uns. bald wird der kleine ein jahr alt. "ich wohne direkt über henne und sabrina, das ist voll praktisch", sagt er. hm. cool.. vielleicht sehe ich ihn ja, wenn ich max mal besuche. alle anderen betreten auch den raum, es sind nur päärchen. alle betrunken. alle küssen sich. "na toll und wir?", frage ich kichernd. "tja..", flüstert er übertrieben verführerisch und wir tun so, als würden wir uns küssen wollen, fallen dann aber in gelächter aus.

ich glaub, ich hab mich verliebt.
achso, und ich bin immer noch betrunken, also ignoriert alle fehler.
post wegen den 300 lesern folgt :)

08.02.2012

ich stehe am rand des geschehens, beobachte mit amy zusammen die menschen, die zur musik abgehen, feiern. ich nippe an meinen drink. bah. ekelhaft. egal, heute soll ein ganz besonderer abend werden. das bekommt amy auch sofort zu spüren, denn ohne zu zögern ziehe ich sie auf die tanzfläche und wir beginnen abzurocken. ich spüre nurnoch amy und mich, es kommen immer mehr menschen dazu. plötzlich zerrt mich jemand aus der masse. vor mir steht celine mit megatiefem ausschnitt und einem rock, bei dem man denkt, dass er eingelaufen sei. "nick will dich heute fragen", schreit sie mir aufgeregt ins ohr. "hä? was fragen?", mir wird heiß. oh gott. "mensch määääääädchen. du weißt schon. aber willst du mit ihm zusammensein? dann kann ich ihm mut machen." "ich weiß nicht.." "okay, ich sag ihm ja. und jetzt schwing weiter deine  hüften. moppelchen!" und weg ist sie. wuuumms. amy taucht neben mir auf und sieht mein kreidebleiches gesicht. "hey, alles klar? war wohln bisschen viel.." "nene, geht schon. er will mich heute fragen, amy!" ihr fällt die kinnlade runter, lachend gehen wir wieder auf die tanzfläche. "psch, mary. schau mal, da!", bine ruckelt mich an "nick beobachtet dich die ganze zeit!" oh gott, was für ein spießer. kurz entschlossen geh ich zu ihm hin und zieh in zu unserer gruppe, er fängt sofort an mitzutanzen. süß. arne haut ihn gegen die schulter. er zuckt zusammen, nähert sich mit seinem gesicht meinem ohr. "kommst du kurz mit raus?" oh gott, es ist so weit. ich muss ja sagen. ich muss. was ist mit vince? egal. egal. egal. mein herz pocht, als wir an der frischen luft sind, vereinzelt stehen ein paar tanzmuffel rum und reden, beachten uns kaum. nick zappelt hin und her, steckt die hosen in die taschen. plötzlich stehen alle meine freunde um uns rum, klatschen in die hände und rufen "FRAG SIE!" "okay.. mary.. willst du mit mir gehen?" "ja, klar" antworte ich und grinse. wie im kindergarten, aber wunderschön. eine träne kullert ihm die wange hinunter. wir umarmen uns, unsere körper werden eins. er greift nach meiner hand und wir gehen um das haus rum, ich weiß nicht, wie viele runden es waren, aber es war schön, wie uns alle angestarrt haben. wir mochten das. wir erzählen uns voneinander. amy kommt uns plötzlich endgegengerannt, meint, dass es in einer stunde eine nachtwanderung gibt. wie im kindergarten. egal. heute ist alles egal. ich schaue auf die uhr. 23uhr, es ist bereits dunkel. die zeit vergeht und um 24uhr versammeln wir uns alle draußen auf dem hof. alle starren uns an. wir mögen das. es ist stockdunkel im wald, immer wieder erschrecke ich mich zu tode, wenn jemand aus dem gebüsch kommt und laut loschreit. plötzlich befinden wir uns an einem großen see, hell beschienen vom mond. "sowas schönes hab ich noch nie gesehen", flüstere ich nick ins ohr. "ich schon.. dich. du bist ehrlich gesagt sogar noch schöner. komm mit!" wir laufen auf den see zu, stolpern über steine und wurzeln. unsere gruppe ist nun bereits weg, aber das ist uns egal. uns ist alles egal. wir setzen uns ans ufer und beobachten den see, diesen wunder wunderschönen see. "ich liebe dich." flüstert nick mir ins ohr. oh gott, er hats gesagt. scheiße. "ich dich auch", antworte ich ohne groß nachzudenken. SCHEIßE! warum hab ich das getan? das stimmt doch überhaupt nicht! "ich glaub wir müssen denen mal hinterherlaufen, nicht dass die uns noch suchen", meine ich hastig uns ziehe ihn hoch. oh gott. was hab ich da gesagt? eine stunde später kommen wir mit der gruppe beim haus an, ein riesen lagerfeuer ist da. entweder man setzt sich dazu oder man geht auf sein zimmer, so die ansage von einem unserer pfarrer. wir wärmen uns kurz auf, doch dann gehen wir rein, reden, reden, reden. ich hatte das gefühl, dass das eine ganz besondere beziehung wird, schließlich hatten wir uns noch nicht geküsst. ich wusste es einfach.
300leser: bild vom sidecut :)

05.02.2012

amy und ich öffnen die schwere holztür, ziehen unsere jacken aus und betreten einen großen hellen raum, cirka 35 gleichaltrige jungs und mädchen sitzen zusammen mit den teamern und der pfarrerin in einem großen sitzkreis. wir sind zu spät und setzen uns kichernd neben cara, die uns zwei plätze freigehalten hat. ich sehe mich um. ich finde bine, sie sitzt neben celine und tuschelt mit ihr. neben ihr sind arne, chris, philipp und... nick. oh gott, nick. da sitzt er. das sind alles meine ehemaligen freunde.. und mein exfreund. wie er da sitzt, beine weggestreckt, hemdärmel hochgekrempelt. oh gott, das hemd haben wir damals zusammen gekauft. hat er das mit absicht angezogen? ich gucke weg, sehe im augenwinkel, dass er mich mustert. ja, siehste mal, wie sich ein mensch in nem halben jahr verändern kann. ich trage schnürstiefel, eine schwarze jeans mit loch am knie, ein bandshirt, einen pinken nietengürtel der runterhängt und eine graue kapuzenjacke. meine finger gleiten über meinen stoppeligen sidecut. das fühlt sich gut an. ich werde plötzlich selbstbewusst. die pfarrerin legt eine kiste voller steine in die mitte, jeder soll sich einen raussuchen, den er ansprechend findet und ihn dann zusammen mit etwas, was ihm sehr viel bedeutet zurück in die mitte legen. ich habe eine muschel, die mir leon mal geschenkt hat, von zu hause mitgenommen. jeder kramt in seiner tasche rum, holt seine bedeutungsvollen stücke raus. es sind bücher, bilder, handys, eintrittskarten, schneekugeln und viele andere sachen. jeder soll in die mitte gehen, wenn er bereit ist. nick steht auf, nimmt seinen stein und einen kleinen karozettel mit. ich kenne diesen zettel. oh gott. scheiße. auf der konfafahrt, auf der wir zusammenkamen, sollten wir uns am ende schreiben, wie wir uns finden. das ist der zettel von mir an ihn. oh gott. mir wird ganz heiß, amy fragt, ob alles okay ist. nichts ist okay. ich will nicht mehr. nein. ich will ihn plötzlich einfach nurnoch küssen, nur noch das. danach kann ich gerne sterben. auf einmal wird mir bewusst, wie dumm ich bin. ich hab per sms schluss gemacht, ich hab ihn nie geliebt, ich hab ihn angelogen. ich bin scheiße. ich entschuldige mich kurz, gehe aufs klo und setze die klinge an, nur noch einmal. nick steht vor mir, grinst mich schief an, seine augen voller unsicherheit. ich gehe einen schritt auf ihn zu. im hintergrund die stimmen meiner freunde. "FRAG SIE!", rufen sie. "okay.. mary.. willst du mit mir gehen?", er hat tränen in den augen. ich bejahe, wir umarmen uns. wie kleinkinder, haben wir damals bemerkt. aber wir waren glücklich. wir waren so verdammt glücklich. allein, ohne eltern, geschwistern, ohne zu hause, ohne schule. nur wir beide, der wald und unsere jugend. der erste schnitt. wir verschwinden im wald. der zweite schnitt, nach und nach wird das bild verschwommener. schnitt drei. überall blut. nick ist weg.
ich könnt jetzt stundenlang von der konfafahrt erzählen, was ich so erlebt hab, aber das ist extrem langweilig.