vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

26.08.2012

ich drehe mich um. niemand hinter mir. ich bin allein. allein. allein. langsam stehe ich auf, es ist dunkel und ich kann nur etwas sehen, weil meine beiden fenster von ein paar straßenlaternen beschienen werden. um die uhrzeit fährt sowieso niemand durch unser dorf. ich schaue auf mein handy. 0:03. ich hasse es. ich hasse es, dass mein laptop immer um mitternacht ausgeht. wie die pest. wie die letzten nächte auch schnappe ich meine kopfhörer, öffne das fenster, welches zur straße zeigt und setze mich auf die fensterbank. wie gerne hätte ich jetzt ein bier in meiner hand. vielleicht auch wodka, jägermeister oder korn. aber nein. nein. ich mache es nicht. nicht mehr. ich mache musik an. die toten hosen erklingen. wie die letzten nächte auch. meine gedanken ändern sich mit jedem lied. "drei worte" beginnt.
 
der refrain erklingt, genau in dem moment klingelt mein handy. "ja?", leicht verwirrt gehe ich ran. "hey schatz, ich bins", jez schreibt mir ins ohr. nein, bitte nicht. "du hast sooooooo fett was verpasst! wir sind alle so besoffen ey!", brüllt sie weiter. im hintergrund schrilles lachen. "du hättest echt mitkommen sollen.. sag mal was! du weißt aber schon, dass du alles bist, ja? du bist mein leben!", ihre stimme wird leiser, gradezu weinerlich. ich schweige. "rede mit mir! ich brauch dich doch.." anscheinend hat sie sich von ihren freunden distanziert, denn es ist plötzlich ganz still. sie hustet, macht sich dann anscheinend eine zigarette an. ich höre ihr zu, wie sie atmet. "ich kann aber nichts sagen", flüstere ich. "warum, mary? warum tust du mir das an? warum?", verzweifelt klingt sie. ja. "keine ahnung", erwidere ich fast lautlos. in diesem moment fühle ich nichts mehr. sie trinkt. "weißt du, wir könnten so glücklich sein. scheiß auf altersunterschied. ich würde dich auch nehmen wenn du 12 wärst. ich liebe dich. liebst du mich, mary? liebst du mich?" ein großer kloß entsteht in meinem hals. 'NEIN, jez! und ich hab es dir schon so oft, so oft gesagt!', denke ich. aber gedanken bleiben gedanken und ich schweige. sie weint. ich nicht. ich fühle nichts außer dem kloß. er wird immer größer. nein, ich liebe sie nicht. ich habe sie noch nie geliebt. es war nur spaß für mich. ich bin jung, ich muss mich noch nicht binden. oder? sie weint lauter. jemand redet mit ihr. es rauscht. "hey, mary? bist du da?", ein junge hat anscheinend den hörer bekommen. "ja?", meine stimme wird fest, desinteressiert. ich lege auf.
und jetzt? ich sehe auf die straße. wie oft habe ich diese straße wohl schon gesehen? ich fahre über meine haare, über meine narben. ich bin noch ich. mein körper exestiert noch. ich lache mich selbst aus. wie so oft. wie die letzten nächte auch. 
und dann schlafe ich stunden später, frierend und taub ein.  wie die letzten nächte auch.

1 Kommentar:

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