vorsicht! ich möchte eine allgemeine triggerwarnung ausprechen, da ich nicht weiß, wie du als einzelner leser auf meine texte reagieren könntest. geschrieben wird hier über gedanken, träume und erfahrungen, die eventuell verstörend und/oder triggernd sein könnten. wenn du dich als leser instabil fühlst, solltest du meinen blog nicht lesen. ich übernehme keine verantwortung für triggernde inhalte. bei fragen und/ oder problemen kannst du dich gerne bei mir melden, durchstöbere hierzu das impressum oder nutze die kommentarfunktion.

21.09.2012

vorsichtig öffne ich meine augen. der rechte arm ist eingeschlafen, in der linken hand liegt immernoch mein buch. habe ich lange geschlafen? obwohl ich alle rollos meiner fenster seit tagen heruntergelassen habe, dringt die sonne teilweise in mein zimmer durch. daraus schließe ich, dass es nicht nachts ist. mein magen knurrt. stille. langsam richte ich mich auf. alles ist an seinem platz, merke ich, als ich mich vorsichtig umsehe. nirgendwo ist staub zu sehen. ein kleines, trauriges lächeln presse ich hervor. die wände strahleb mich mit ihren angesprayten sprüchen, texten und zeichen an und auch die poster glänzen. direkt gegenüber von mir steht "I DON'T CARE!" mein mund ist trocken. mit hämmerdem kopf fällt mir langsam wieder alles ein.. weshalb ich überhaupt in meinem abgedunkeltem zimmer sitze, trostlos und still. neben meinen vielen kopfkissen finde ich ihn, den lauten block. er schreit mich an. die linien verschwimmen, als ich durch meine schriften blättere. die abschiedsbriefe kreischen nach mir. wahllos lese ich mal hier, mal da, bis ich schließlich alles zuklappe und emotionslos beginne das buch weiterzulesen. als ich grade eine kerze aufgrund der einbrechenden dunkelheit anzuünden will, klopft es. ich antworte nicht. natürlich nicht. natürlich. wieso sollte ich auch? "es gibt essen..", vorsichtig betritt meine schwester das zimmer. war da etwa angst in ihrer stimme zu hören? ich brumme kurz, springe dann aber auf und öffne mein fenster, mache mein bett. mein zimmer wird sich sowieso niemand mehr ansehen. sie haben es aufgegeben. sie haben mich aufgegeben. aufgegeben. aufgegeben. das wort frisst sich in meinen kopf hinein. habe ich mich aufgegeben?
"niemand interessiert sich mehr für dich", flüstert er. ich weiß es. ist es das, was ich wollte?
dass sich nun auch mein vater gegen mich stellt? 
dass ich entgültig allein  bin?
eigentlich nicht. 
ich überbürste meine haare rasch, wasche mir anschließend im oberen familienbad die hände. lautlos schreite ich die treppe hinab und betrete folgend langsam den großen wohnraum. der kamin strahlt unerträgliche hitze aus. "hallo", höre ich mich kühl sagen. keine antwort. keine antwort. keine antwort. 
papa, was ist? rede mit mir und frag mich endlich weshalb ich mich seit tagen hier verschanze! interessier dich für mich!
starr stopfe ich mir reis in den mund, während die anderen eine suppe mampfen, bei der der bloße anblick mich schon zum würgen bringt. niemanden in die augen schauen, die suppe nicht beachten. die anderen unterhalten sich gelassen. am liebsten würde ich sie alle nacheinander töten. ja. 15 minuten später verlasse ich den raum. weil es nun wirklich dunkel ist, taste ich nach meinem feuerzeug und mache eine hässliche, graue kerze an. diesmal folgt darauf nicht meine geliebte taufkerze, denn die soll heute nicht brennen. 
den grund weiß ich selbst nicht.

04.09.2012

"ihr alle denkt.. denkt ich wär nichts weiter als abschaum. dass ihr besser als ich wäret. oder besser als mein dad." (skins)
guckt weg. heute kann ich es nicht ab. er sieht zu mir rüber. ich lächle ins leere. er guckt weg. dann beäugt er mich wieder. "er sieht dich an", jeannie raunt mir ins ohr. ich nicke. aus dem augenwinkel seh ich ihn grinsen. ich drehe mich um, sodass ich ihn garnicht mehr sehen kann. werfe meine haare zurück. wir schlendern los richtung klo, an ihm vorbei. seine freundin läuft mir entgegen, umarmt ihn. sie küsst ihn nicht. ich grinse. er sieht weiterhin zu mir. seine freundin mustert mich abwertend. jetzt. jetzt tu ich es. ich drehe meinen kopf langsam in seine richtung, lächle. er starrt mich an, ich sehe wieder weg. genug. meine fresse. "was war das grad zwischen johannes und dir?", fragt amy. leeres lächeln. johnnie ist zu sehen. "das geht jeden tag so", erwidere ich leise. ungläubig schaut sie mir in die augen. jeden verdammten tag.  ich drehe mich um. stimmen in meinem kopf, piepen in den ohren. er steht da, breitbeinig. schaut mich an. er hat sein "wenns kein fleisch mehr gibt, esse ich eben vegetarier"- shirt an. darauf deutet er und schaut mich ernst an. ich lache und wir verschwinden auf dem klo.
iss mich auf.
(ist nicht geschehen)