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31.05.2015

drei tage mit ihm, dem jüngling. so viel sex, so viel gelacht, so viele ernste gespräche. von freitagabend bis heute habe ich lediglich ein wenig rührei und toast gegessen, was er mir zubereitet hat. er ist der wahnsinn. was ist das mit uns? der sex ist hart, sehr intensiv. ich vertraue ihm komischerweise vollkommen. ungeschminkt, in alten klamotten und total zermatscht zeige ich mich vor ihm und schäme mich nicht. das hatte ich noch nie. auch wenn der sex so hart ist, kümmert er sich dabei um mich. wir haben viel geraucht, aber nicht getrunken und auch nicht gekifft. das ist schon besonders, finde ich. ich vergleiche ihn ständig mit ida. sein gesicht gleicht dem von motte und von der seite erinnert er mich extrem an natalie. ab und zu schockiert mich das. manchmal hat er meinen namen gesagt, ich liebe es. ida hat nur meinen namen gesagt, wenn sie sauer war. ich habe zwischendurch immer wieder an sie gedacht. ich habe ihr leben so hart gefickt. nur, weil ich schiss vor dem alleine sein hatte. ich vermisse ihre art und die dinge, die wir unternommen haben. den sex und die beziehung vermisse ich nicht. ich ärgere mich, dass ich nicht anständig mit ihr schluss gemacht habe, dass ich nicht die wahrheit sagen konnte.
ich möchte keine beziehung führen, dennoch steigt die angst in mir auf, einfach ausgetauscht zu werden. vielleicht lernt der jüngling ein mädchen kennen, was besser zu ihm passt. eine weiblichere, hübschere, dünnere frau, die eine ernste beziehung sucht. genau wie es jetzt ist, finde ich es gut. aber er?
in der ersten nacht lag ich lange wach und dachte viel über mein leben nach. ich verspürte wahnsinnigen druck und hätte mir am liebsten alles aufgeschnitten, aber ich habe es gelassen, weil er so wahnsinnig friedlich und ruhig in meinem arm lag. er hat sogar im schlaf ein wenig gelächelt.
gestern abend habe ich ihm von basti erzählt, viel überwindung, aber ich musste es tun. der jüngling hat genauso wie basti geredet. dieses "ich fick auf alles, ich lebe nur einmal, egal wie lang". das hat mich verletzt. in meinem inneren auge bin ich momente mit den vielen tränen durchgegangen und die erinnerungen an das letzte gespräch vor seinem tod, total betrunken und glücklich, arm in arm im dorf. wir haben über ida geredet, über seine große liebe und seine zukunft. und dann liegt da plötzlich der jüngling, ein schöner mann mit schiefen grinsen, und redet exakt wie er, und es erscheinen wieder die bilder in meinem kopf. die bilder, die mich so verändert haben. zeitungsartikel über den tod eines mannes. ein blick auf mein handy. nachricht von jan."basti ist gestorben". zusammen mit sven weinen, mit dem auto zu jan. nüchternes gespräch. beerdigung. danach frustsaufen im geese und auf eine schreckliche homoparty. die vielen nächte die ich mit basti verbracht habe, ungenau, jung, dumm und betrunken. seine pläne. ich will nicht, dass der jüngling so endet wie basti.
heute nachmittag saßen wir am spielplatz und haben leute beobachtet, dabei viel über die vergangenheit geredet. sie beschäftigt mich sehr. er hat viele mädchen verarscht und ausgenutzt. in seinen worten habe ich mich wiedergefunden. komplett. es war, als würde er mein leben wiedergeben. zum ersten mal tut es mir leid, was ich ihnen angetan habe. das ewige hin und her, das verarschen und immer wieder auffangen. jez zum beispiel. jahrelang habe ich sie ausgenutzt, habe sie wie dreck behandelt und immer wenn ich bock hatte, habe ich sie manipuliert und für mein ego gefickt. die vielen namen der frauen weiß ich gar nicht mehr.
dieses wochenende regt mich unendlich zum nachdenken an. es ging alles sehr schnell und ich weiß nicht, was ich von alldem halten soll. er fasziniert mich.

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